Ratgeber

Säure als Stoffwechselblockade


Es gibt mehrere Säurearten im Körper:
▬ Harnsäure als Endprodukt des Purinstoffwechsels
▬ Milchsäure (Laktat) als Ergebnis von Muskeltätigkeit
▬ Kohlensäure in Blut und Lunge aus dem Säure-Basen-Gleichgewicht des Bikarbonat-Puffers
▬ Salzsäure im Magensaft
▬ Essigsäure, ein Endprodukt von Gärungsvorgängen im Verdauungstrakt
▬ Fettsäuren, u. a. zum Aufbau des Säureschutzmantels der Haut.

Die Folgen der Übersäuerung lassen sich in vier Punkten zusammenfassen:
Entmineralisierung des Körpers: Probleme an den Haaren und Nägeln, Bindegewebsschwäche, Zahnkaries, Schädigung der Blutgefäßwandungen wie Krampfadern und Hämorrhoiden, Osteoporose, Altersknochenbrüche, Leistenbrüche, Bandscheibenschäden und so weiter.
Ablagerungen: Durch die dauernde Überforderung der Niere entsteht eine Reduzierung der Filtrationsfähigkeit, wodurch die auszuscheidenden Belastungsstoffe im Körper abgelagert werden. Alle Ablagerungsstoffe verbrauchen, damit sie überhaupt lagerfähig sind, zur chemischen Bindung viele wertvolle Betriebsstoffe. Die Folge können Rheuma, Arthritis, Gicht und alle Steinablagerungen (Galle, Niere) sein.
Belastung der Niere: Die Niere ist ebenfalls der Ausgangspunkt verschiedener Krankheiten, weil ihre Filtrationsfähigkeit leidet und bestimmte Organe besonders empfindlich auf Verunreinigungen reagieren. Zu den Folgen gehören Kreislaufstörungen, Schädigung des Seh- und Hörvermögens, Starkrankheiten, Arteriosklerose mit Endstation Herzinfarkt und Schlaganfall.
Schwächung des Immunsystems: Da überschüssige Säure an Lymphozyten anlagert, wird das Immunfeld empfindlich geschwächt. Es entsteht eine Anfälligkeit gegenüber Infektionskrankheiten, angefangen von der simplen Erkältung bis zu schwersten Infektionen.

Wird der Körper über längere Zeit mit viel Säure durch saures Obst, Weißwein, säurebildende Nahrung wie Zucker oder Weißmehl belastet, so baut der Organismus einen chemischen Mechanismus auf, mit dem er im Stande ist, diese Belastung auszugleichen. Je stärker die Belastung, umso stärker muss der Organismus arbeiten, damit er mit der anfallenden Säure zurechtkommt. Wenn dann plötzlich durch Veränderungen in der Lebensweise und der Ernährung nur noch wenig Säure zugeführt wird, schreien die angekurbelten Stoffwechselmechanismen nach mehr Säure, die Säureschaukel schlägt zu. Das erklärt den Hang mancher Menschen zu sauren Früchten wie Grapefruit oder zu trockenem, säurebetontem Weißwein. Die dahinterliegende Schaukel muss abgebaut werden, denn der Satz »Sauer macht lustig« stimmt auf keinen Fall, »sauer macht auf Dauer krank!«.

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